Geschichten: Leben mit Krebs - oder danach. 

Erfahrungen von betroffenen Männern

 

 

Geschichte 5

 

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Unsere Geschichten: Leben mit Krebs oder danach

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Info über Person und Krankheitsverlauf

Geb. 23.07.1945

Verheiratet seit 27.12.1968

4 Kinder ( 32, 28, 27, 22 Jahre alt)

2 Kinder sind verheiratet

4 Enkelkinder

Beruf: Dipl. Ing. Maschinenbau

Tätigkeit: Leitende Tätigkeit mit Prokura in einem mittelständischem Unternehmen.

Seit 1998 in USA für Einführung neuer Produkte

Hobby: u.a. Freiwillige Feuerwehr. Funktion Wehrführer

 

Wegen Hypertonie seit ca. 25 Jahren in regelmäßiger Behandlung

Wegen Krebs in der Verwandtschaft regelmäßige Vorsorge beim Hausarzt, jedoch keinen PSA Wert genommen. Es lagen keine Auffälligkeiten vor, keine Beschwerden o.a.

Allgemeinzustand trotz hoher Belastung sehr gut.

03.08.00 Blut im Urin, es trat nahezu reines Blut aus. Wie ein Blitz aus heiterem Himmel, ohne Symptome vorher bzw. nachher. Letzte Reisevorbereitungen für die nächste USA Reise mit geplanten anschließendem Wohnmobilurlaub in Kanada mit meiner Frau.

04.08.00 Hausarzt, Überweisung Urologen

04.08.00 Urologe, Blasenspiegelung, Ultraschall, Röntgen, Blutabnahme, Diagnose Tumor im Bereich Blase Ausgang Harnröhre. Keine besondere Auffälligkeit der Prostatadrüse beim Betasten. Überweisung Krankenhaus Itzehoe. Zur weiteren Untersuchung und Behandlung. PSA Wert: 188

09.08.00 Krankenhaus Itzehoe Untersuchungen, CT, Knochen, Biopsie etc. PSA Wert bei Einlieferung 145

13.08.00 Untersuchungsergebnis Biopsie: Prostata Ca. T 4 , NX, MO

14.08.00 Blasenbehandlung Gewebeprobe zur Feststellung, ob Tumor in Blase derselbe wie in Prostatadrüse. Katheder eingesetzt, kurzfristig am 16.08. herausgenommen. Wegen Verschluss Harnröhre wieder eingesetzt und 4 Wochen getragen, weil immer Freitag war, wenn ein Termin zum Herausnehmen anstand.

Diagnose bösartiger Prostatakrebs im fortgeschrittenem Stadium, Operation wegen des hohen PSA Wertes nicht sinnvoll. Eingriff zu umfassend mit einem hohen Restrisiko. Da auch Blase befallen.

Therapie: Hormonspritzen und Tabletten. Hinweise über Heilungschancen wurden mit ca. 30 % genannt.

Überweisung zur Charite Berlin zur 2. Diagnose und eventuell mikrochirurgischer Eingriff am vergrößerten Lymphknoten.

18.08.00 Start Hormontherapie. Tabletten, Fugurel später Flutamid. 3x täglich.

22.08.00 1. Hormonspritze Enantone beim Urologen ( später monatlich beim Hausarzt )

30.08.00 Charite Berlin Prof. XXX, Dr. XXXX Untersuchungen etc. Diagnose und Therapie Itzehoe bestätigt. Operation nicht sinnvoll.

Zusätzlich vom Strahlentherapeuten untersucht und zusätzliche Strahlentherapie empfohlen.

PSA in der Charite: 67,6

01.09.00 Entlassung Charite

11.09.00 Vorstellung Strahlenklinik Dr. XXX in Lüneburg auf Empfehlung Charite. Hinweis, bisherige Diagnosen und Therapien bestätigt, Operation möglich, jedoch mit hohem Restrisiko und erheblicher Belastung. Strahlentherapie als lokale Therapie richtig, wenig belastend und kaum Nebenwirkungen, jedoch spätere Operation schwierig bzw. ausgeschlossen.

29.09.00 PSA 12,66

27.10.00 Beginn Bestrahlung, geplant 37 plus evtl. weitere ( 66 gray)

28.12.00 Ende Bestrahlung. Keine nennenswerten Nebenwirkungen.

22.01.01 PSA 0,38

30.01. bis 02.03.01 AHB in Boltenhagen, Ostsee

15.03.01 PSA 0,38

31.05.01 PSA 0.41

24.08.01 PSA 0,52

15.11.01PSA0.50

Während der gesamten Behandlung Arbeitsunfähigkeit.

Seit dem 17.09.01 Arbeitsversuch im Rahmen einer stufenweise Wiedereingliederung, einfache Tätigkeit 4 Stunden täglich.

Allgemeinzustand stabil, zunehmend besser. Betreibe wöchentlich Gymnastik (Beckengymnastik ), Schwimmen, Sauna. Ebenfalls schnelles Gehen und Märsche bis 20 km. Arbeit am Haus und Hof. Wiederwahl zum Wehrführer ( Amtsperiode 6 Jahre). Plane den Ausstieg aus dem Berufsleben, bzw. betreibe die Aktivität: 'Wie manage ich mein Leben unter den o.g. Bedingungen'. Genieße tägliches Zusammensein mit Frau und Familie.

Beeinträchtigung: Sexuelle Aktivität gleich Null. Keine unbegrenzten Kräfte wie vor der Krankheit. Blicke zuversichtlich in die Zukunft. Bis dato Vertrauen zu den Ärzten.

Stand 10.12.2001